Die Zuwanderung in der Schweiz liegt viel zu hoch 

Die Zuwanderung in der Schweiz liegt viel zu hoch 

Menschen in die Schweiz einwandern. Es kämen immer mehr. Die offiziellen Zahlen zeigen ein anderes Bild. Im Gegenteil nimmt die Zahl der Zuwanderung ab und nicht zu. 

Die Behauptung: «[Die Zuwanderung] ist nicht nur zu gross, sondern viel zu gross. Jährlich wandern netto 80 000 bis 100 000 Menschen ein.»  

Quelle: Nationalrat und Parteipräsident Marcel Dettling (SVP, SZ), Interview in der NZZ vom 21. Juni 2025 

Der Faktencheck: 

Diese Darstellung ist nicht korrekt, weil die offiziellen Zahlen zur Nettozuwanderung in die Schweiz deutlich tiefer liegen. 

Faktenlage: 

Die Nettozuwanderung (Einwanderung minus Auswanderung) in die Schweiz lag in den letzten Jahren deutlich unter den genannten Werten. Gemäss Statistik des Bundesamts für Statistik (STATPOP) und des Staatssekretariats für Migration (SEM) betrug die Nettozuwanderung aus dem Ausland in den Jahren 2020 bis 2024 zwischen rund 36 000 und 28 000 Personen pro Jahr. Die höchsten Werte der letzten 20 Jahre wurden 2008 und 2013 mit rund 80 000 Personen erreicht, seither sind die Zahlen aber deutlich gesunken.[1] 

Konkrete Zahlen (Quelle: Erläuternder Bericht, 2025, S. 296): 

  • 2020: +36 000 
  • 2021: –6 000 
  • 2022: –28 000 
  • 2023: –6 000 
  • 2024: +20 000

Die Aussage von jährlich 80 000 bis 100 000 Nettozuwandernden entspricht nicht der aktuellen Entwicklung und ist durch die offiziellen Statistiken nicht belegt.